Das gerechte Hemd - Indiens Bio-Baumwolle

Channel: Tele Romani

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Wenn Ajay Rastogi in seine Heimat Indien reist, dann in ganz besonderer Mission: Er kontrolliert Menschen und Fabriken, die für das Nachhaltigkeitssiegel fair-trade Baumwolle anbauen und weiterverarbeiten. „Die Bauern sollen faire Preise, die Arbeiter gerechte Löhne bekommen", weiß der gelernte Wirtschaftsethiker, der für die Bonner Zentrale des Gütesiegels arbeitet. „Außerdem muss die Baumwolle nachhaltig, also umweltverträglich angebaut und weiterverarbeitet werden." Keine leichte Aufgabe in Indien, wo 20 Prozent der weltweit hergestellten Baumwolle produziert wird -- meist unter katastrophalen Bedingungen: mit genmanipuliertem Saatgut, hochgiftigen Pestiziden und zu Dumpinglöhnen, für die Menschen, die auf den Feldern arbeiten. Früher mussten meine Frau und ich zwei- bis dreimal im Monat ins Krankenhaus, erzählt Bauer Gollapalli Nampelly, heute nur noch ein- bis zweimal im Jahr. Seit er für fair-trade Bio-Baumwolle anbaut, ist der Kunstdünger auf seinen Feldern tabu. Dafür garantiert ihm faire-trade für seine Ernte einen Mindestpreis, der sogar über dem üblichen Marktpreis liegt. Trotzdem ist es für Ajay Rastogi nicht leicht, konventionell arbeitende Bauern zu einem Wechsel zu fair-trade zu gewinnen. Erst 0,1 Prozent der in Indien hergestellten Baumwolle entsteht unter fair-trade-Bedingungen. Wir begleiten Ajay Rastogi bei seinem Kontrollbesuch und beobachtet ihn bei seinem Versuch, bei jedem Produktionsschritt umweltschonende, gerechte und nachhaltige Bedingungen herzustellen.